Ein Winterferien-Angebot für Kinder im Stadtmuseum Döbeln

Döbeln. Blick von der Nicolaikirche zum Rathaus; Foto: Wikipedia

Das Wahrzeichen der Stadt Döbeln ist ein Stiefel. Ein ganz besonders großer Stiefel. Zu besichtigen ist er im Rathaus. Dort ist auch das das kleine Stadtmuseum untergebracht, hoch oben im Turm. Schon allein wegen des Ausblicks lohnt ein Besuch. Wer darüber hinaus noch einiges zur Geschichte der Stadt, inklusive natürlich zum Stiefel, erfahren will, ist herzlich zu einer neu erarbeiteten Kinderführung durchs Museum eingeladen.

Gruppenanmeldungen für die Zeit vom 08.-19.02.2016 sind im Stadtmuseum Döbeln unter Tel. 03431-579137 möglich. Informationen außerdem auf der Homepage der Stadt Homepage der Stadt

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Bild: Schlösserland Sachsen / Glöckner

Der Titel, entnommen dem Druckwerk „Kuenstliche Wolgerissene New Figuren von allerlai Jagt und Weidwerck“ von Jost Amman aus dem Jahr 1592, umreißt knapp das Wesen der historischen Jagd: In vergangenen Jahrhunderten war sie fester Bestandteil fürstlicher bzw. höfischer („Freizeit“)Kultur.

Das lässt sich konkret auch am Beispiel eines nicht ausschließlich als Jagdschloss genutzten Adelssitzes wie der Burg Mildenstein in Leisnig nachvollziehen. Im 15. Jahrhundert Nebenresidenz der Wettiner, hielten hier z.B. Kurfürst Friedrich II. (“der Sanftmütige”) und seine Frau Margaretha von Österreich Hof – und gingen bei diesen Gelegeneheiten auch auf Jagd.

Eine bedeutende mittelalterliche Burg – berühmte Herrscherpersönlichkeiten – ein faszinierendes Thema: Am 4. Oktober 2015 ab 10 Uhr wird dies in Form eines Erlebnistages zusammengebracht. Besondere Gäste sind Des Staufenkaisers Falkner.

Angesprochen sind mit diesem Angebot vor allem Familien.

Weitere Informationen auf diesem Flyer oder im Web beim Veranstalter.

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Die Schlossgasse. Foto: Steinert

Vom 24.04.-03.05.2015 begeht die Stadt Colditz mit einem umfangreichen Festprogramm ihr 750jähriges Stadtjubiläum. Natürlich fehlt bei den vielfältigen Angeboten auch ein Rückblick in die ältere Stadtgeschichte, die eng mit der Geschichte des Schlosses unter der Herrschaft der Wettiner verknüpft ist, nicht.

Anlässlich des Stadtfestes lade ich Sie am 26.04.2015 ab 10:00 Uhr zu einem Spaziergang in die Historie des Colditzer Schlosses im 16. und 17. Jahrhundert ein, zu einem „Kurfürstlichen Pirschgang“ durch den Colditzer Tiergarten. Treffpunkt ist das Torhaus in der Tiergartenstraße, Einmündung Fürstenweg.

Die Führung ist kostenfrei, doch würde ich mich sehr über Spenden freuen. Diese werden für Reparaturen der seit 2011 im Tiergarten aufgestellten Schautafeln verwendet, die immer wieder mutwillig beschädigt werden.

Das Colditzer Tiergarten-Torhaus. Foto: Steinert

 

 

 

 

 

 

 

 

21.03.2015. Foto: Steinert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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"Ein Thier Garten." Holzschnitt von Jost Amman, 1592. Repro: Steinert

Vom 24.-27. September 2014 fand in Bad Blankenburg in Thüringen eine Tagung zum Thema „Jagdlandschaften in Mitteleuropa“ statt. Eingeladen hatte der Arbeitskreis für historische Kulturlandschaftsforschung in Mitteleuropa e.V. (ARKUM). Das Tagungsprogramm bot einen breiten Überblick über diesen speziellen Aspekt der (historischen) Nutzung von Wäldern. Im Fokus der Vorträge standen Auswirkungen der Jagd auf die Kulturlandschaft in vor- und frühgeschichtlicher Zeit, Jagd und Landschaft zwischen Früh- und Spätmittelalter, Jagdlandschaften der Frühen Neuzeit, aber auch die Rolle der Jagdausübung im 20. Jahrhundert sowie die aktuelle Situation von jagdlich geprägten Kulturlandschaften.

In einem Kurzvortrag stellte die Verfasserin den ehemaligen kurfürstlichen Tiergarten des Schlosses Colditz vor. Anliegen war, dieses weitgehend unbekannte Zeugnis kurfürstlicher Jagd und Landschaftsgestaltung der frühen Neuzeit in Sachsen einer Fachöffentlichkeit vorzustellen und damit die Reihe erhaltener Jagdparks und Tiergärten in Deutschland um ein wichtiges Objekt zu vervollständigen.

Die gehaltenen Vorträge werden vom Veranstalter Ende dieses Jahres in einer Publikation zur Tagung veröffentlicht.

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Der Bergfried von Burg Mildenstein. Foto: Steinert

Frauen im Schatten der Geschichte von Burg Mildenstein. Eine thematische Erlebnisführung.

Unter diesem Titel laden am Sonntag, dem 11. Mai um 14:00 Uhr die Hofmeisterin des kurfürstlichen Frauenhofes und die Magd zu einer Zeitreise durch sieben Jahrhunderte auf die Burg Mildenstein ein.

Mit bedeutenden Herrscherpersönlichkeiten, die deutsche und sächsische Geschichte maßgeblich geprägt haben, ist Burg Mildenstein in Leisnig verbunden. Doch warum schenkte der salische Kaiser Heinrich III. Mitte des 11. Jahrhunderts seiner Gemahlin Agnes von Poitou den Burgward Leisnig? Was wissen wir über Judith, Tochter des böhmischen Königs Vratislav I. von Böhmen und Gemahlin des ersten Leisniger Burggrafen Wiprecht von Groitzsch? Reiste die schon zu Lebzeiten legendenumwobene Beatrix von Burgund im Jahr 1188 gemeinsam mit ihrem Gemahl, dem Stauferkaiser Friedrich Barbarossa, hierher nach Leisnig? Wer waren die beiden Ehefrauen des wettinischen Markgrafen Wilhelms I., des Einäugigen, der die Burg Ende des 14. Jahrhunderts zur repräsentativen Residenz ausbauen ließ? Warum war die Heilige Anna Schutzpatronin für viele weibliche Lebensbereiche? Welche außergewöhnlichen Ereignisse im Schatten der Burg bewegte die Leisniger Bevölkerung im 17. und 18. Jahrhundert?

Viele Fragen, die im Verlauf dieser thematischen Führung – ein kulinarischer Abschluss ist inklusive – beantwortet werden. Aus ihrer jeweiligen Perspektive erzählen die beiden Protagonistinnen von ausgewählten Frauen, deren Schicksale mit der Burganlage und der Stadt Leisnig verbunden waren. So werden bei einem Rundgang durch die sakralen Räume, das Gefängnis und die repräsentativen Säle einige der sonst in der Geschichte der Burg unsichtbaren Frauen unterschiedlichen Standes zum Leben erweckt…

Hier finden Sie einen Flyer zur Führung sowie weitere Informationen und Angebote des Veranstalters Burg Mildenstein.

Um Voranmeldung unter 034321 / 62560 wird gebeten.


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Foto: Steinert

Sächsische Fürsten sind bekannt für ihre Jagdleidenschaft und ließen an bevorzugten Aufenthaltsorten in waldreichen Gegenden Jagdschlösser erbauen.

Am Fuße des Colditzer Schlosses legte bereits im frühen 16. Jahrhundert Kurfürst Friedrich der Weise ein Wildgehege an, das im Laufe von etwa einhundert Jahren als Jagdrevier und Vergnügungsort in mehreren Phasen erweitert und kunstvoll baulich ausgestattet wurde. Der Colditzer Tiergarten gehört damit zu den ältesten und seinerzeit berühmtesten Anlagen auf deutschem Territorium. Mit seiner weitgehend ursprünglichen Grundstruktur, dem vorhandenen Bestand an Gebäuden sowie den Anlagen der Jagd und Fischhälterung ist er ein herausragendes Beispiel für die Garten- und Landschaftsgestaltung der Renaissancezeit.

Lernen Sie bei einer Wanderung am Pfingstsonntag unter fachkundiger Führung einen bedeutenden Ort sächsischer Jagdleidenschaft und Festkultur – den historischen Tiergarten Schloss Colditz - kennen und lassen Sie den Nachmittag bei einem Imbiss im Colditzer Waldbad ausklingen.

Termin: So, 19. Mai 2013, 14:00 Uhr

Treff: Touristinfo Colditz am Markt

 

 

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Blick vom Hainberg auf Schloss Colditz. Foto: Hoppe

Der Frühling lässt in diesem Jahr auf sich warten. Doch Mitte April soll er endlich kommen – sagen die Meteorologen. Gerade rechtzeitig, um die ersten warmen Sonnenstrahlen auf den Terrassen des Colditzer Schlosses im Rahmen einer Sonderführung durch die historischen Gärten zu genießen. Besichtigt wird dieses Mal auch der sonst für die Öffentlichkeit geschlossene Schlosspark. Eine musikalische Überraschung ist inklusive und auch für das leibliche Wohl ist wieder gesorgt.

Weitere Informationen können Sie dem Flyer zur aktuellen Führung am 14. April 2013, 10 Uhr & 12 Uhr, entnehmen. Treffpunkt: Haupteingang des Schlosses auf der Stadtseite. Eine Voranmeldung wird aufgrund der begrenzten Kapazität empfohlen.

 

 

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Eine rundum gelungene Veranstaltung. Es stimmte einfach alles bei den Schlossgarten-Führungen am 3. Oktober: das sonnig-milde Wetter, die zahlreichen, auf ein bislang unbekanntes Colditzer Schloss-Thema neugierigen Gäste, das Kulinarische passend zur Jahreszeit. Ein herzlicher Dank an meine Kooperationspartner von der Schlossverwaltung und der Jugendherberge Schloss Colditz.

Aufgrund der überaus positiven Resonanz ist eine Wiederholung im Jahr 2013 geplant.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Führung im Herbstlicht

Blick vom Hainberg auf Schloss Colditz.           Foto: Steinert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dem beginnenden Herbst ist stets eine besondere Stimmung eigen: die letzten warmen Tage im Jahr, das Laub in rot-goldenen Farbtönen, im Tal aufsteigende Nebel, sehr klares Licht und weite Sicht.

Erleben Sie am 3. Oktober 2012 um 10:00 Uhr oder um 12:00 Uhr diese inspirierende Atmosphäre im Rahmen einer Führung durch die ehemaligen Terrassengärten von Schloss Colditz. Erfahren Sie mehr über die einstige Gestaltung und Bepflanzung der verschiedenen Gärten in der Renaissancezeit. Genießen Sie im Anschluss bei einem Imbiss den Ausblick in die herbstliche Landschaft.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Führung sowie ein Kontaktformular für Ihre Anmeldung.

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Foto: M. Pesenecker

„Reisen wir wirklich in eine andere Zeit?“ fragte ein Junge zu Beginn ungläubig. Aber gewiss! Ein Museumsbesuch ist ja immer auch eine Reise in vergangene Epochen und Lebenswelten.

Im Kreismuseum Grimma konnten Ferienkinder am 16. August 2012 unter dem Motto „Tanzen und Springen in vergangener Zeit“ erfahren, wie die Menschen hierzulande vor etwa 500 Jahren ihre Feste feierten. Aus dem 16. Jh. kam vom nahen Schloss Colditz im Festgewand eigens angereist Kurfürstin Anna. Sie nahm die Kinder mit auf Zeitreise und berichtete von ihrem anspruchsvollen Leben am sächsischen Fürstenhof, aber auch von den Lebensgewohnheiten ihrer Untertanen: wie sich wohlhabende und weniger begüterte Menschen zum Fest kleideten, wo und zu welchen Anlässen sie tanzten, welche Musik dazu erklang, was und wie an der festlichen Tafel gespeist wurde. Die jungen Zeitreisenden folgten den Erläuterungen aufmerksam und konnten schon eigenes Wissen einbringen. Unter Anleitung der Fürstin erlernten sie anschließend im Museumshof Tänze aus der Vergangenheit. Wie es sich für gut ausgebildete Fürstenkinder geziemt, mussten alle zuerst eine standesgemäße Verbeugung vollführen. Nach einem langsamen, vornehm geschrittenen Tanz ging es dann bei gehüpften Kreis- und Gassentänzen wahrhaft ausgelassen zu.

Doch Tanzen macht hungrig. Dagegen hatten die Mitarbeiterinnen des Museums ein Kräutlein parat. Aus dem Klostergarten nämlich. Typische Speisen des einfachen Volkes – Brot, Quark, Apfelmus – bereiteten die jungen Museumsbesucher selbst zu. Nachdem die Brezeln in den Ofen geschoben waren, versammelten sich alle in der Bohlenstube des Museums und erfuhren, wie früher in einer bäuerlichen Küche am Herd gewirtschaftet wurde. Und endlich war auch das Essen fertig und konnte verspeist werden. Nach Art der Bauern und Fürsten in vergangener Zeit selbstverständlich: mit den Händen und mit dem Löffel alle gemeinsam aus einer Schüssel!

Foto: M. Pesenecker

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Interessierte Schulen und Kindereinrichtungen können das Projekt beim Kreismuseum Grimma (Tel.: 03437/911132, www.museum-grimma.de) buchen.

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